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Was ist ein guter ROAS für deinen Shop?

Rechne deinen Break-Even-ROAS aus, mit Retouren, Versand und Zahlungsgebühren. Kein Email-Gate.

Stand: 12. Juni 2026 · Die Rechnung passiert komplett in deinem Browser.

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Dein Break-Even-ROAS

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Warum der Standard-ROAS lügt

Google Ads kennt deinen Umsatz, aber nicht deine Marge. Ein ROAS von 500 % kann profitabel sein oder ein Verlustgeschäft, je nachdem ob deine Brutto-Marge 60 % oder 12 % beträgt. Solange du dein Bidding auf einen Umsatz-ROAS optimierst, optimierst du auf das falsche Ziel.

Der ehrliche Maßstab heißt POAS (Profit on Ad Spend) und misst deinen Deckungsbeitrag pro Werbe-Euro. Wie du das aufsetzt, ob über manuelle Margen, ProfitMetrics oder Offline-Conversion-Import, beschreibe ich im Vollartikel zum Thema ROAS vs. POAS.

Der Rechner oben ist der schnelle Sanity-Check vorab: bist du überhaupt in der richtigen Größenordnung, oder optimierst du auf ein Ziel, das mathematisch nie profitabel werden kann?

Methodik & Annahmen

Damit du nicht raten musst, wo die Zahlen herkommen.

Welche Formel steckt dahinter?

Die effektive Deckungsbeitrags-Marge ist:

DB-Marge = (Brutto-Marge × (1 − Retoure)) − (Versand / AOV) − Zahlungsgebühr

Der Break-Even-ROAS ergibt sich daraus als:

Break-Even-ROAS = 1 / DB-Marge

Beispiel bei 60 % Brutto-Marge, 10 % Retoure, 5 € Versand auf 80 € AOV, 2 % Gebühr: DB-Marge ≈ 60 % × 0,9 − 5/80 − 2 % = 54 % − 6,25 % − 2 % = 45,75 %. Break-Even-ROAS ≈ 1 / 0,4575 ≈ 2,19×.

Wo kommen die Branchen-Defaults her?
  • Fashion 60 % Marge / 45 % Retoure: Retourenquote Mode DACH bis 50 % (Statista, EHI Retail Institute). Marge bei Eigenmarken höher, bei Multibrand niedriger.
  • Supplements/Beauty 70 % Marge / 10 % Retoure: Beauty-E-Commerce Median-Bruttomarge 69 %, Range 50 bis 85 % (Eightx 2026, Daten aus börsennotierten Marken). Retoure bei Verbrauchsgütern niedrig.
  • Elektronik 30 % Marge / 15 % Retoure: Elektrofachhandel DE ca. 33 % Bruttogewinnspanne (Statista), Retoure 8 bis 15 %.
  • Möbel/Sperrgut 35 % Marge / 12 % Retoure / 35 € Versand: Stationär 12 bis 14 % (Statista), online höher durch Direktvertrieb. Sperrgut-Versand DACH realistisch 20 bis 60 € je nach Volumen.

Wichtig: das sind Durchschnitte. Dein Konto kann deutlich abweichen, je nach Sortiment, Lieferanten, Markt-Positionierung.

Was, wenn ich viele Produkte mit sehr unterschiedlichen Margen verkaufe?

Wenn du Reseller bist oder ein breites Sortiment mit Margen von 10 % bis 30 % und mehr verkaufst, hilft ein einzelner Durchschnittswert nur bedingt. Der Rechner zeigt dir dann den Break-Even-ROAS für deinen Durchschnitt, aber dein tatsächliches Risiko hängt davon ab, welche Produkte am meisten ausgeliefert werden.

Ein gewichteter Mittelwert nach Umsatz-Anteil pro Marge-Bucket ist realistischer als der reine arithmetische Schnitt. Heißt: nicht 50 % weil 10 % bis 90 %, sondern „in den meistverkauften 20 % der Produkte habe ich 25 % Marge, im Rest 50 %".

Wenn die Streuung so groß ist, dass ein gewichteter Mittelwert nicht ausreicht, ist das ein klares Signal für POAS (Profit on Ad Spend) statt ROAS, weil das Bidding dann Margendaten pro Bestellung braucht. Genau dafür ist ein Gespräch über dein Konto besser geeignet als ein Pauschal-Rechner. In einem kostenlosen Erstgespräch schauen wir, ob in deinem Fall ein gewichteter Schnitt reicht oder POAS Pflicht wird.

Was ist im Rechner NICHT drin?

Bewusst weggelassen, damit die Rechnung handhabbar bleibt:

  • Fixkosten (Mitarbeiter, Software, Miete). Die rechnen wir gegen den Deckungsbeitrag, nicht gegen die einzelne Bestellung.
  • Lebenslanger Kundenwert (LTV). Würde den Break-Even-ROAS bei wiederkehrenden Käufern senken. Für Lead-Gen und Subscription macht das einen großen Unterschied. Ein Modus dafür ist in Planung.
  • Bestandskunden-Anteil. Falls deine Werbung viel auf Bestandskunden landet, ist der „neue Umsatz" niedriger als ROAS suggeriert.
  • Steuern auf Gewinn. Der Rechner zeigt operative Profitabilität vor Steuer.

Heißt: Der Rechner ist eine Schätzung, keine BWA. Für eine saubere Analyse deines Kontos schauen wir das im Audit gemeinsam an.

Wie sind die drei Zonen definiert?
  • Rot (Verlust-Risiko): dein aktueller ROAS liegt unter dem Break-Even. Höchstwahrscheinlich verlierst du auf Werbung Geld, wenn deine Eingaben repräsentativ sind.
  • Gelb (Grenzbereich): dein ROAS deckt knapp die variablen Kosten (Faktor 1,0 bis 1,3 über Break-Even). Reicht für Marketing, zu wenig für Fixkosten und Wachstum.
  • Grün (vermutlich profitabel): dein ROAS liegt mindestens 30 % über Break-Even. Wenn deine Eingaben stimmen, hast du Puffer für Fixkosten und Wachstumsbudget.

Die 30-%-Schwelle für Grün ist konservativ. Wer auf Wachstum optimiert und keine Fixkosten-Sorgen hat, kann auch im Gelb-Bereich arbeiten, aber dann als bewusste Entscheidung statt als Hoffnung.

Quellen & weiterführende Links

Häufige Fragen

Was ist ein guter ROAS?

Es gibt keinen universell guten ROAS. Gut ist jeder ROAS, der über deinem Break-Even-ROAS liegt, und der hängt allein an deiner Deckungsbeitrags-Marge. Bei 50 % Marge ist ROAS 2,0× schon profitabel. Bei 10 % Marge bist du selbst bei 8,0× noch im Verlust. Deshalb ist die Frage ohne deine Marge nicht beantwortbar.

Wie berechne ich meinen Break-Even-ROAS?

Die kurze Formel ist 1 ÷ Netto-Marge. Bei 25 % Marge also 1 / 0,25 = 4,0, das entspricht einem ROAS von 400 %. Erst über diesem Wert verdienst du Geld. Der Rechner oben macht es ehrlicher, weil Retouren, Versand und Zahlungsgebühren mit reinkommen.

Was ist der Unterschied zwischen ROAS und POAS?

ROAS misst Umsatz pro Werbe-Euro, POAS (Profit on Ad Spend) misst Deckungsbeitrag pro Werbe-Euro. ROAS ist einfacher, aber blind für deine Marge. POAS ist ehrlicher, braucht aber Margendaten pro Produkt. Bei einheitlichen Margen reicht oft ROAS. Bei stark unterschiedlichen Produktmargen führt nur POAS zu sinnvollen Bidding-Entscheidungen. Mehr dazu im Vollartikel.

Wie genau ist dieser Rechner?

Genau genug für eine erste Standortbestimmung. Er ersetzt keine BWA und keine Margenrechnung pro SKU. Für ein Konto mit 600 Varianten und stark schwankenden Margen ist eine Tool-gestützte POAS-Lösung (etwa ProfitMetrics) der ehrlichere Weg. Für eine Standortbestimmung „bin ich überhaupt in der richtigen Größenordnung?" reicht der Rechner.

Speichert ihr meine Eingaben?

Nein. Die Rechnung passiert komplett in deinem Browser. Es geht nichts an einen Server, keine Tracking-Events auf Eingaben, kein Email-Gate. Wenn du das Ergebnis behalten willst, nutz die Druck-Funktion (Strg/Cmd + P). Der Rechner ist druckoptimiert.

Womit ich dir konkret helfen kann

Wenn der Rechner dir gezeigt hat, dass etwas nicht stimmt

Drei Wege, je nachdem wo dein Konto gerade steht. Alle drei beginnen mit einem unverbindlichen Erstgespräch.

Dieser Rechner ist ein Hilfsmittel zur Standortbestimmung, keine Steuer- oder Unternehmensberatung. Empfehlungen, die sich daraus ergeben, sollten im eigenen Konto getestet werden. Konten unterscheiden sich, Branchen-Defaults sind Durchschnitte.